„Café Lebenswege“ heißt das neue Angebot der Mülheimer Sozialholding, mit dem der Träger der städtischen Senioreneinrichtungen in der Ruhrstadt am Dienstag, 3. Februar, an den Start geht. Einmal in der Woche, dienstags vormittags, werden im Haus Gracht, Gracht 39 – 43, maximal acht Menschen mit Demenz fachgerecht betreut. „Nach einer Begrüßungsrunde um 9.00 Uhr bei Kaffee und Plätzchen erfolgt die Absprache der folgenden Aktivitäten“, so Projektleiterin Britta Ketzer. Entweder nähmen die Gäste an dem Gemeinschaftsprogramm der Einrichtung – mit Angeboten wie Stuhlgymnastik, Sitztanz oder gemeinsames Singen – teil, dies fördere die körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Demenzkranken, oder sie blieben im Café Lebenswege“ wo sie in einer Kleingruppe oder individuell fachgerecht betreut würden, schildert weiter Ketzer. Dabei gingen die Betreuer auf die Bedürfnisse und Wünsche der Besucherinnen und Besucher ein. Um 12.00 Uhr werden die Gäste – wieder gemeinschaftlich – verabschiedet.
„Café Lebensweg ist ein niederschwelliges Betreuungsangebot für Menschen mit Demenz, mit dem wir die Situation von Pflegebedürftigen aber auch die deren Angehörigen verbessern wollen“, erklärt Stefan Mühlenbeck, Geschäftsführer der Mülheimer Sozialholding. In nahezu allen Stadtteilgesprächen „Seniorengerechte Stadt“ hätten Betroffene den Wunsch einer Entlastung geäußert, um einmal in der Woche Dinge erledigen zu können, die zusammen mit dem an Demenz erkrankten Angehörigen kaum möglich wären, führt Mühlenbeck aus. „Diesem Wunsch kommen wir mit unserem neuen Angebot nach, bei Bedarf kann die Betreuung im Café Lebenswege jederzeit ausgebaut werden – die ganze Logistik steht“, so der Geschäftsführer der Sozialholding.
Wichtig bei dem neuen Angebot sei, dass die Betreuung und die Aktivitäten stundenweise erfolgten, hebt Wolfgang Wenner vom Beratungszentrum „Lebenswege“ hervor: „Pflegende Angehörige haben gerade bei Demenzkranken große Schwierigkeiten, trotz psychischer und physischer Überlastung einen Teil der Pflege abzugeben. Deshalb kommt ihnen ein stundenweises Entlastungsangebot außer Haus besonders entgegen“, berichtet Wenner aus seinem Beratungsalltag.
Der Besuch im Café Lebenswege kostet 16 Euro pro Vormittag, die Kostenübernahme durch die Pflegekasse ist möglich. Vor der ersten Teilnahme erfolgt ein Aufnahmegespräch mit den Angehörigen und Betroffenen. Hier werden auch die wichtigsten Informationen für den Besuch des Cafés aber auch für den Notfall erfragt (Ansprechpartner, Gewohnheiten, Medikamente, Hausarzt etc.). Detailierte Informationen zum Café Lebenswege sowie Anmeldung bei Wolfgang Wenner unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 555 1 888.
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