„Die Modernisierung des Altenzentrums in Rodenbach war ein langwieriger und oft gerade für Bewohner und Mitarbeiter schwieriger Prozess,“ erläuterte die Einrichtungsleiterin des Rodenbacher Pflegeheims, Ludmila Knodel, anlässlich des Besuchs der neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler und des Geschäftsführers des kreiseigenen Unternehmens, Dieter Bien. Heute aber – auch mit einem gewissen Abstand zu den Baumaßnahmen – könne man auf das Erreichte stolz sein, so Knodel. Ihr Blick fiel dabei besonders auf die Veränderung der Wohnbereiche 7 und 8 in Haus B des Altenzentrums.
„Durch den Umbau des Hauses B war es möglich,“ so Pflegedienstleiterin Brigitte Beyer, „die großen Wohnbereiche mit jeweils 40 Bewohnern in kleinere Wohneinheiten zu unterteilen.“ So entstand laut Beyer im Wohnbereich 8 eine Wohngruppe für 13 schwerstpflegebedürftige Menschen nach Palliativ Care, eine Wohngruppe für „junge Alte“ mit 13 Bewohnern zwischen 65 und 75 Jahren und eine gemischte Wohngruppe.
„Die Wohngruppe für Palliativ Care ist ständig voll belegt und sehr gefragt,“ macht Einrichtungsleiterin Knodel deutlich. Auch die Krankenhäuser in der Umgebung wissen dies zu schätzen und fragen explizit danach. Für diesen Bereich haben zwei Mitarbeiterinnen die Zusatzqualifikation zur Fachkraft für Palliativ Care absolviert und zurzeit nimmt noch eine weitere Mitarbeiterin an dieser Weiterbildung teil.
„Erfreulich ist auch, dass die neue Ärztin im Altenzentrum, Corinna Zastrow, die Weiterbildung in Palliativ Medizin mitgebracht hat,“ ist Susanne Simmler von einer weiteren positiven Entwicklung angetan. Dadurch sei auch die ärztliche Betreuung der Schwerstpflegebedürftigen gesichert. Außerdem besteht laut Knodel eine enge Zusammenarbeit mit dem Palliativ Kompetenzteam Hanau sowie über einen schon seit vielen Jahren bestehenden Kooperationsvertrag mit der Arbeitsgemeinschaft Hospiz. „Die Wohngruppe für sogenannte „junge Alte“ entstand mit dem Fokus,“ erklärte die stellvertretende Pflegedienstleiterin Anja Wagner, „dass die Interessen dieser Altersgruppe anders sind als bei Hochbetagten.“
Der Wohnbereich 7 wurde ebenfalls in drei kleine Wohneinheiten unterteilt, wobei die eine Wohnküche seit kurzem als Wohnstube für tägliche Aktivitäten genutzt wird. Hier entsteht ein zusätzlicher Wohnbereich für Menschen mit demenziell verändertem Verhalten. Letztes Jahr entstand hier im Rahmen eines Projektes mit dem Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege in Rodenbach eine Straße der Erinnerungen. Gesponsert durch einen verstorbenen Bewohner werden die einzelnen Themenecken in die tägliche Betreuung integriert. Zusätzlich wurde ein
Snoozelenraum eingerichtet sowie eine „Robbe“ angeschafft, was rege zur Freude der Bewohner genutzt wird. Der angrenzende Sinnesgarten wird zum Teil von Ehrenamtlichen und Bewohnern bepflanzt und bei schönem Wetter gerade von dementen Bewohnern genutzt. Hier können sie ihren ausgeprägten Bewegungsdrang ausleben. Durch den neu geschaffenen Verbindungsgang wurden in beiden Wohnbereichen Rundwege mit gemütlichen Sitzecken geschaffen, die gern von Bewohnern und Besuchern benutzt werden. „Die ganzen Maßnahmen und Gestaltungen der beiden Wohnbereiche,“ so Knodel, „haben enorm die Wohn- und Lebensqualität der Bewohner verbessert und die Einrichtung konkurrenzfähig gemacht.“
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